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Neue Bündnisse für ein neues Jahrhundert

1970 reiste ich als Teil einer Delegation, die die Vereinigten Staaten auf der Bestattung von Präsident Gamal Abdel Nasser vertrat, nach Ägypten. Damals war Ägypten ein enger Verbündeter der Sowjetunion. Als wir in Kairo ankamen, waren überall, wo man hinsah, Spuren der sowjetischen Präsenz zu erkennen – sowjetische Panzer, Raketen und Soldaten.

Während des Besuchs war ein Treffen mit Anwar Sadat vorgesehen. Angesichts der schlechten Beziehungen zwischen unseren beiden Ländern war sich niemand in unserer Delegation sicher, was zu erwarten war. Zu unserer Überraschung erzählte uns Sadat, dass er tatsächlich Achtung vor den USA habe. Der Grund? Als junger Militäroffizier hatte er unser Land besucht und dort hervorragende Erfahrungen gemacht.

Und tatsächlich wies Sadat innerhalb der ersten beiden Jahre nach seiner Machtübernahme die Sowjets aus Ägypten aus und begann, eine Freundschaft mit den USA aufzubauen, die sich seitdem trotz Herausforderungen und wiederkehrender Differenzen immer wieder als wichtig und wertvoll erwiesen hat.

Ich erwähne die Bedeutung dieser Beziehungen von Militär zu Militär, weil die USA in diesem neuen Jahrhundert einen erheblichen Wandel ihrer militärischen Abkommen und Partnerschaften auf der ganzen Welt erlebt – notwendige Anpassungen, die auf den neuen Realitäten und Bedrohungen beruhen, die seit dem Ende des Kalten Krieges entstanden sind.