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uk wage protest Wiktor Szymanowicz / Barcroft Media via Getty Images

Die politischen Wurzeln sinkender Lohnzuwächse

NEU-DELHI – Jetzt ist es offiziell: Arbeitnehmer überall auf der Welt werden abgehängt. Der neueste Global Wage Report der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) stellt fest, dass die (inflationsbereinigten) Reallöhne, ohne China, auf Jahresbasis in 2017 um nur 1,1% gestiegen sind, nach 1,8% in 2016. Dies war der geringste Anstieg seit 2008.

In den hochentwickelten G20-Volkswirtschaften sind die Reallöhne 2017 durchschnittlich um bloße 0,4% gestiegen, gegenüber einem Wachstum von 1,7% in 2015. Während die Reallöhne in den USA um 0,7% anzogen (gegenüber 2,2% in 2015), stagnierten sie in Europa, wo leichte Zuwächse in einigen Ländern durch Rückgänge in Frankreich, Deutschland, Italien und Spanien ausgeglichen wurden. Die Verlangsamung in „Erfolgsländern“ wie Deutschland und den USA ist dabei – angesichts der wachsenden Leistungsbilanzüberschüsse Deutschlands und sinkender Arbeitslosigkeit und angespannter Arbeitsmärkte in den USA – besonders überraschend.

In den Schwellenmärkten lag das durchschnittliche Lohnwachstum 2017 bei 4,3%. Es war damit höher als in den hochentwickelten G20-Volkswirtschaften, aber trotzdem geringer als im Vorjahr (4,9%). Asien verzeichnete den höchsten Anstieg der Reallöhne, was primär auf China und einige kleinere Länder wie Kambodscha, Sri Lanka und Myanmar zurückzuführen war. Insgesamt jedoch hat sich das Lohnwachstum in den asiatischen Volkswirtschaften 2017 überwiegend verlangsamt. Und in Lateinamerika und Afrika erlebten mehrere Länder sinkende Reallöhne.

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