Skip to main content

Globe

Die Neue Abnormalität der Weltwirtschaft

NEW YORK Seit Anfang des Jahres leidet die Weltwirtschaft unter einem erneuten Schub massiver Volatilität der Finanzmärkte, der von stark fallenden Preise für Aktien und andere riskante Anlagen geprägt ist. Dabei spielt eine Vielzahl von Faktoren eine Rolle: Sorgen über eine harte Landung der chinesischen Wirtschaft; Unruhe über die Möglichkeit, das Wachstum in den Vereinigten Staaten könne pünktlich zur Zinserhöhung der Fed schwächer werden; Angst vor einem eskalierenden Konflikt zwischen Saudi-Arabien und dem Iran; und Zeichen erheblicher Schwäche der globalen Nachfrage – darunter vor allem die fallenden Öl- und Rohstoffpreise.

Und es gibt noch mehr Einflüsse: Die fallenden Ölpreise – gemeinsam mit Marktilliquidität sowie dem Anstieg der Verschuldung der Energieunternehmen in den USA und der Regierungen der ölexportierenden Länder – wecken die Angst vor ernsthaften Kreditereignissen (Insolvenzen) und einer systemischen Krise der Kreditmärkte. Und dann sind da noch die scheinbar endlosen Sorgen über Europa. Während rechte und linke populistische Parteien auf dem ganzen Kontinent an Zulauf gewinnen, wird ein britischer Austritt (Brexit) aus der Europäischen Union immer wahrscheinlicher.

Verstärkt werden diese Risiken noch durch einige mittelfristige Trends in Zusammenhang mit dem dauerhaft schwachen Wachstum. In der Tat wird die Weltwirtschaft auch im Jahr 2016 in Bezug auf die Produktion, die Wirtschaftspolitik, die Inflation und das Verhalten der Vermögenspreise und Finanzmärkte von einer Neuen Abnormalität bestimmt werden.

We hope you're enjoying Project Syndicate.

To continue reading, subscribe now.

Subscribe

Get unlimited access to PS premium content, including in-depth commentaries, book reviews, exclusive interviews, On Point, the Big Picture, the PS Archive, and our annual year-ahead magazine.

https://prosyn.org/akuRxUO/de;
  1. bildt69_DELIL SOULEIMANAFP via Getty Images_syriansoldiermissilegun Delil Souleiman/AFP/Getty Images

    Time to Bite the Bullet in Syria

    Carl Bildt

    US President Donald Trump's impulsive decision to pull American troops out of northern Syria and allow Turkey to launch a military campaign against the Kurds there has proved utterly disastrous. But a crisis was already inevitable, given the realities on the ground and the absence of a coherent US or Western policy in Syria.

    8

Cookies and Privacy

We use cookies to improve your experience on our website. To find out more, read our updated Cookie policy, Privacy policy and Terms & Conditions