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Der Menschheit Schicksal/Der Menschheit Hoffnung

Schon seit geraumer Zeit sind die Nachrichten von Krieg und Gerüchten über Krieg beherrscht, von gewaltsamem Tod und den Androhungen gewaltsamen Todes. Dies ist mit Sicherheit seit den Terrorangriffen auf die USA vom 11. September der Fall und auch schon seit die Gemetzel im Kosovo, in Sarajevo, Srebrenica, Ruanda und im Kongo über den Bildschirm liefen. Jeder, überall, ist sich der Macht unserer Waffen intensiv bewusst. Von Raketen mit atomaren Sprengköpfen über LKWs voller Düngemittel oder Sprengstoffe, die als Gürtel getragen werden, haben wir unsere Technologie darauf verwendet, die dunklen Seiten unseres Wesens als eine gewalttätige - und noch nicht einmal wirklich räuberische - Spezies enorm zu verstärken.

Es ist bestimmt nicht mein Anliegen, diese Seite der Menschheitsgeschichte und die aktuellen Geschehnisse herunterzuspielen oder abzutun. Ich möchte nicht, dass irgendjemand vergisst, dass in weniger als der Hälfte der Jahre unseres vergangenen Jahrhunderts - vom Ausbruch des Ersten Weltkrieges bis zur Hungersnot im Anschluss an Maos “Großem Sprung nach vorn” - ungefähr einer von zehn Menschen, die auf der Erde leben, von seinen oder ihren Mitmenschen erschossen, vergast, erstochen, verbrannt oder dem Hungertod überlassen wurde.

Aber das ist nicht die ganze Geschichte. Die menschlichen Schlachthäuser des zwanzigsten Jahrhunderts - und auch die Schlachthöfe, die jetzt von verschiedenen Menschen vorbereitet werden - sind aus der Perspektive der Zukunft betrachtet vielleicht nicht der wichtigste Aspekt unseres Erlebens und Mensch-Seins und dessen, was unsere Nachfahren als ihre Geschichte ansehen werden. Für sie sind die wichtigsten Merkmale dessen, was unser Erleben ausmacht, möglicherweise:

· Was UN-Demographen als Ende der Bevölkerungsexplosion vorhersehen: Das Stocken des Wachstums der menschlichen Bevölkerung bei etwa zehn Milliarden ungefähr in der Mitte dieses Jahrhunderts;