Dem Fluch der Ressourcen entkommen

Länder, die über großen Reichtum an natürlichen Ressourcen verfügen, sind oft arm, weil sie der Ausbeutung dieser Ressourcen Vorrang vor guter Regierungsführung geben. Konkurrenzierende Öl- und Bergbauunternehmen sind mit Unterstützung ihrer Regierungen oftmals bereit, mit jedem Geschäfte zu machen, der ihnen eine Lizenz zusichert. Das hat zu korrupten und repressiven Regierungen sowie bewaffneten Konflikten geführt. In Afrika wurden reich mit Ressourcen gesegnete Länder wie der Kongo, Angola und der Sudan durch Bürgerkriege zerstört. Im Mittleren Osten verläuft die demokratische Entwicklung zögerlich.

Eine Beseitigung dieses „Fluches der Ressourcen“ könnte einen wichtigen Beitrag zur Linderung der Armut und des Elends auf dieser Welt leisten und genau zu diesem Zweck hat sich eine internationale Bewegung formiert. Der erste Schritt heißt Transparenz, der zweite Verantwortlichkeit.

Die Bewegung nahm vor ein paar Jahren mit der Kampagne „Publish What You Pay“ ihren Ausgang. Dabei wurden Öl- und Bergbauunternehmen aufgerufen, ihre an die Regierungen geleisteten Zahlungen zu veröffentlichen. Als Reaktion darauf rief die britische Regierung die Initiative für Transparenz in der Rohstoffindustrie (EITI) ins Leben. Drei Jahre nach Beginn dieses Prozesses hat nun Großbritannien eine wichtige EITI-Konferenz in London einberufen, an der Regierungsvertreter, sowie Repräsentanten aus der Wirtschaft und der Bürgergesellschaft teilnehmen sollen.

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