wei37_Chris HondrosGetty Images_USinterestrates Chris Hondros/Getty Images

Die globalen Gefahren steigender US-Inflation

NEW YORK – Während sich die US-Inflation weiterhin beschleunigt und die Verbraucherpreise im Mai auf Jahresbasis um 5% gestiegen sind, muss nicht nur die US-Notenbank Federal Reserve wachsam bleiben. Auch die Politiker in aller Welt – und insbesondere in schwächeren Volkswirtschaften – müssen sich auf die Möglichkeit vorbereiten, dass die Zinsen in den USA schneller und stärker steigen, als die meisten Prognosen momentan vorhersagen.

Immerhin hat die Fed in den letzten zwölf Monaten ihre Inflationsprognosen erheblich erhöht. Der maßgebliche Offenmarktausschuss hat bei seinem Treffen Mitte Juni geschätzt, dass die Ganzjahresinflation für persönliche Konsumausgaben 2021 bei 3,4% liegt. Dies ist ein ganzer Prozentpunkt mehr als die Medianprognose vom März – und über das Doppelte der Prognose vom Juni 2020.

Der Anstieg der US-Inflation spiegelt eine Kombination vorübergehender und struktureller Faktoren wider: Während beispielsweise die partiellen pandemiebedingten Lockdowns zu einem Rückgang der Produktion geführt haben, wurde die Nachfrage der Haushalte durch große Stimulusprogramme der Regierung gestützt, so dass sie in vielen Sektoren das Angebot übersteigt. Sobald die Produktion wieder ihr vollständiges Potenzial erreicht, wird diese Komponente der aktuellen Preiserhöhungen vermutlich wegfallen.

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