sachs326_G20 Saudi ArabiaHandout to Xinhua via Getty) (Xinhua via Getty Images_g20saudiarabia G20 Saudi Arabia/Handout to Xinhua via Getty

Die G20 muss das Virus wirksam bekämpfen

NEW YORK – Die Finanzminister der G20 kommen diese Woche unter Federführung Saudi-Arabiens, das in diesem Jahr die Präsidentschaft der Gruppe innehat, zusammen. Doch fällt es schwer, sich vorzustellen, dass die G20-Länder die Welt anführen, so wie sie es gern vorgeben. Die meisten von ihnen können sich nicht einmal selbst wirksam durch die aktuelle COVID-19-Krise führen.

Als weltgrößte Volkswirtschaften tragen die G20-Mitglieder bei der kommenden Konferenz eine übergeordnete Verantwortung: Maßnahmen zur Unterdrückung der Pandemie zu vereinbaren. Einige G20-Länder schlagen sich gut; die säumigen Länder müssen dringende Maßnahmen ergreifen, um die Ausbreitung des Virus zu stoppen. Alle G20-Länder müssen gemeinsam an Richtlinien globalen Maßstabs arbeiten, um die Gesundheitskrise zu überwinden.

Ein Überblick der G20-Länder ist ernüchternd. Viele werden so schlecht regiert, dass ihre Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie absolut unwirksam sind. Größter Versager innerhalb der G20 ist auf Basis von Daten aus den letzten zwei Wochen mit täglich 176 neuen Fällen pro Million Einwohner das von dem unverantwortlichen Populisten Jair Bolsonaro regierte Brasilien. Bolsonaro hat sich inzwischen selbst mit dem Virus angesteckt. Zweitgrößter Versager sind die vom Bolsonaro des Nordens, Donald Trump, regierten USA. Hier sind es 137 neue Fälle pro Million Einwohner täglich. Die beiden anderen G20-Länder mit mehr als 100 neuen Fällen täglich pro Million Einwohner sind Südafrika (129) und Saudi-Arabien (112).

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