ito8_Toru Hanai - PoolGetty Images_kishida Toru Hanai - PoolGetty Images

Wohin wird Fumio Kishida Japan führen?

TOKIO: Am 4. Oktober wurde Fumio Kishida Japans 100. Premierminister. Er trat damit die Nachfolge von Yoshihide Suga an, der das Amt nur ein Jahr lang innehatte. Kishida sicherte sich den Spitzenjob, indem er sich in einem Wettstreit zwischen vier Kandidaten um den Vorsitz der Liberaldemokratischen Partei durchsetzte. Am 31. Oktober müssen er und die LDP sich nun landesweiten Wahlen zum Abgeordnetenhaus stellen, dem mächtigeren Unterhaus des japanischen Parlaments.

Gemeinsam mit ihrem Koalitionspartner, der Komeito, dürfte die LDP einen deutlichen Sieg erzielen. Die jüngste NHK-Meinungsumfrage sieht die LDP bei 38,8% (und Komeito bei 3,9%). Die größte Oppositionspartei, die Konstitutionell-Demokratische Partei, bringt es in der Umfrage auf lediglich 6,6%, gefolgt von der Kommunistischen Partei mit 2,8%.

Falls die LDP tatsächlich einen deutlichen Sieg erzielt, ist Kishida auf Kurs für eine mindestens dreijährige Amtszeit als LDP-Vorsitzender und bis zu vier Jahre als Premierminister, bevor die nächsten Parlamentswahlen abgehalten werden müssen. Das ist mehr als genug Zeit, um ein ihm vorschwebendes politisches Programm einzuleiten und umzusetzen; die Frage ist also, welchen Weg er einschlagen wird.

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