Finanzkrise und Krieg

PRINCETON – Der bevorstehende 100. Jahrestag des Ausbruchs des Ersten Weltkrieges 1914 hat über die Fragilität des aktuellen politischen und wirtschaftlichen Gefüges besorgten Politikern und Kommentatoren einen Schlag versetzt. So argumentierte kürzlich der luxemburgische Ministerpräsident Jean-Claude Juncker, Europas zunehmende Nord-Süd-Polarisierung habe den Kontinent um ein Jahrhundert zurückgeworfen.

Die Lehren von 1914 reichen über die von nationalen Animositäten ausgehenden Gefahren hinaus. Die Ursprünge des Ersten Weltkriegs beinhalten einen faszinierenden Präzedenzfall dafür, wie die Finanzglobalisierung zum Äquivalent eines nationalen Wettrüstens werden und so die Anfälligkeit der internationalen Ordnung steigern kann.

Im Jahre 1907 erlebten die USA eine bedeutende Finanzkrise, die auch die übrige Welt in Mitleidenschaft zog und die Fragilität des internationalen Finanzsystems insgesamt deutlich machte. Die Reaktionen auf die aktuelle Finanzkrise lassen eine ähnliche Dynamik erkennen.

We hope you're enjoying Project Syndicate.

To continue reading, subscribe now.

Subscribe

Get unlimited access to PS premium content, including in-depth commentaries, book reviews, exclusive interviews, On Point, the Big Picture, the PS Archive, and our annual year-ahead magazine.

http://prosyn.org/jYbR6kM/de;

Cookies and Privacy

We use cookies to improve your experience on our website. To find out more, read our updated cookie policy and privacy policy.