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Der Kampf gegen die AIDS-Pandemie

CAMBRIDGE: Nach einem vergeudeten Jahrzehnt, rafft sich die Welt gegen die AIDS Pandemie auf, die die ärmsten Länder der Welt, besonders in Afrika und Asien, heimsucht. Die Pandemie kostete bislang 19 Mio. Menschen das Leben und machte 13 Mio. Kinder zu Waisen. Weitere 34 Mio. Menschen leben mit dem HIV-Virus der AIDS verursacht; praktisch alle haben einen frühen Tod zu erwarten.

Zwar erstmals in den frühen achtziger Jahren in den USA identifiziert, konzentriert sich AIDS heute in armen Ländern: In Afrika leiden 25 Mio. Menschen an AIDS, zusätzliche 6 Mio. in Asien. In Teilen des südlichen Afrika sind mehr als 20% aller Erwachsenen daran erkrankt.

Aus mehreren Gründen leiden arme Länder stärker als die reichen. Armut führt dazu, dass Kenntnisse über die Krankheit gering sind und man sich seltener durch die Verwendung eines Kondoms schützt. Armut macht eine medizinische Behandlung teuer, so dass arme Menschen oft ihre Krankheit leugnen, weil Tests ohne anschließende Behandlung sinnlos sind. Armut veranlasst verheiratete Männer, weit weg von zu Hause als Wanderarbeiter ihr Geld zu verdienen, was Bedingungen schafft in denen Sexualverkehr mit mehrfachen Partnern wahrscheinlicher wird. Armut macht Frauen wehrlos gegenüber unerwünschten sexuellen Avancen von Männern, die sie infizieren könnten.

Die Krankheit unterschiedet sich möglicherweise sogar in biologischer Hinsicht. HIV/AIDS ist möglicherweise im Afrika südlich der Sahara leichter übertragen wegen der weiten Verbreitung anderer, insbesondere durch Sexualverkehr übertragene Krankheiten, die eine Übertragung des HIV-Virus begünstigen. Außerdem unterscheiden sich die genetischen Eigenschaften des HIV-Virus im südlichen Afrika von denjenigen des HIV-Virus in Amerika und Europa. Einige Wissenschaftler sind der Meinung, dass der genetische Subtypus in Afrika leichter übertragbar ist.