gillard8_MUNIR UZ ZAMANAFP via Getty Images_bangladeshflood Munir Uz Zaman/AFP via Getty Images

Der Klimawandel ist eine Gesundheitskrise

LONDON – Die Gefahr, die von COVID-19 für die menschliche Gesundheit ausgeht, ist inzwischen weltweit bekannt. Im Gegensatz dazu wird die enorme Gefahr durch die globale Erwärmung mit ihrem breiten Spektrum an anhaltenden Auswirkungen auf unsere Gesundheit nicht ausreichend erkannt und verstanden.

Doch die menschliche Gesundheit leidet schon jetzt unter dem Klimawandel. Während der Monsunzeit 2020 überflutete beispielsweise in Bangladesch das Wasser ein Viertel des Landes. Mehr als 1,3 Millionen Häuser wurden beschädigt, und Hunderte von Menschen starben. Der durch den Klimawandel verursachte Anstieg des Meeresspiegels wird dazu führen, dass solche Ereignisse in tief gelegenen Ländern wie Bangladesch häufiger auftreten. Außerdem besteht das Risiko, dass künftig immer mehr Gemeinden auf der ganzen Welt von Überschwemmungen ähnlichen Ausmaßes heimgesucht werden.

Schwere Überschwemmungen zerstören jedoch mehr als nur Häuser. Sie führen dazu, dass ungeklärte Abwässer in die Straßen fließen und das Trinkwasser verunreinigen, wodurch sich Infektionen verbreiten können. Sie zerstören Ernten, was Unterernährung zur Folge hat. Und der steigende Meeresspiegel lässt den Salzgehalt des Trinkwassers ansteigen, was zu einem Anstieg von Bluthochdruck, Präeklampsie und Frühgeburten führt.

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