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Konjunkturerholung in China und globales Wachstum

CAMBRIDGE, MASS.: Als Erste der großen Volkswirtschaften dürfte sich China von der aktuellen globalen Konjunkturabschwächung erholen. Vielleicht wird sein Wachstum nicht zweistellig ausfallen wie in den vergangenen Jahren, doch dürfte China 2010 schneller wachsen als alle Länder Europas oder der westlichen Hemisphäre.

Aber selbst, wenn sich China von seiner aktuellen Konjunkturabkühlung erholt, dürfte davon kaum ein ähnlicher Schub für seine Handelspartner ausgehen. Dieses Ausbleiben externer Effekte wird den auf eine Ausweitung der Binnennachfrage ausgelegten Fokus der Konjunkturerholung widerspiegeln.

Es besteht kein Zweifel, dass China gegenwärtig unter dem weltweiten Einbruch der Nachfrage nach einer breiten Vielzahl von Industrieprodukten leidet. Der steile Rückgang der Einzelhandelsumsätze in den USA und Europa lässt die Zahl der Bestellungen von in chinesischen Fabriken gefertigten Waren zurückgehen.

Und während der Kurs des chinesischen Yuan im Vergleich zum Dollar im vergangenen Jahr mehr oder weniger konstant blieb, hat die steile Aufwertung des Dollars gegenüber dem Euro und weiteren Währungen zu einem Anstieg des handelsgewichteten Wertes der Währung geführt. Dies drückt zusätzlich auf den chinesischen Export.