Sozialleistungen, nicht die Zahl der Einwanderer beschränken

Mit der bevorstehenden EU-Osterweiterung wachsen in Westeuropa auch die Ängste vor einer Masseneinwanderung aus den postkommunistischen Beitrittsländern. Wenn zum angepeilten Datum im Jahr 2004 tatsächlich alle acht osteuropäischen Kandidaten beitreten, wird die Bevölkerung der EU um 75 Millionen Menschen anwachsen.

Als Spanien und Portugal vor zwanzig Jahren der EU betraten, war die Emigration in die damaligen EU-Länder deshalb nicht so stark, weil viele Einwanderer aus diesen Ländern schon in den sechziger Jahren des vorigen Jahrhunderts kamen. Der Eiserne Vorhang blockierte jedoch die Migration aus Osteuropa in diesen Jahren. Die Einkommensunterschiede zwischen den osteuropäischen Beitrittskandidaten und der EU ist heute dreimal so groß, wie der Unterschied zwischen den Ländern der iberischen Halbinsel und der damaligen EG. Das Münchner Ifo-Institut erwartet in den ersten 15 Jahren nach der EU-Osterweiterung zwischen 2,5 und 3,3 Millionen Einwanderer.

Diese Zahl ist zwar beträchtlich, dennoch besteht wenig bis gar kein Grund zur Sorge - zumindest dann nicht, wenn sich die EU-Mitgliedsstaaten darauf vorbereiten. Im Gegensatz zu den Einwanderern aus nicht-europäischen Ländern, haben die Einwanderer aus Osteuropa nämlich einen ähnlichen kulturellen Hintergrund und werden sich auch mit der Anpassung nicht schwer tun.

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