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Stagnieren die Einkommen der US-Mittelschicht tatsächlich?

CAMBRIDGE – Die Herausforderung, für eine Erhöhung der Einkommen von Familien der Mittelschicht zu sorgen, hat sich zu einem bedeutenden Schwerpunkt im US-Präsidentschaftswahlkampf entwickelt. Alle sind sich einig, dass die Spitzeneinkommen in den letzten Jahrzehnten einen enormen Aufwärtstrend aufweisen. Dies teilweise aufgrund steigender Aktienkurse und großzügiger Bonifikationen für Personen mit einer High-Tech-Ausbildung. Und es herrscht prinzipiell breite Zustimmung hinsichtlich der Verbesserung staatlicher Programme – wie Lebensmittelmarken und bedürftigkeitsabhängiger Leistungen für Rentner  – die denjenigen zugute kommen, die andernfalls arm wären. Doch die öffentliche Debatte dreht sich größtenteils darum, wie man der zahlenmäßig größeren (und politisch bedeutsameren) Mittelschicht helfen könnte.

In diesem Bereich könnte mit einer Verbesserung bestehender staatlicher Programme viel erreicht werden: durch den Ausbau marktrelevanter Ausbildungsmöglichkeiten, der Verbesserung der Chancen verheirateter Frauen zur Eingliederung und Wiedereingliederung in den Arbeitsmarkt, durch den Abbau von Strafen im Sozialversicherungssystem für die Weiterbeschäftigung älterer Arbeitnehmer und die Änderung von Besteuerungsregeln, um Produktivität und Löhne zu erhöhen.

Doch obwohl dem Ausbau derartiger Programme hohe Priorität eingeräumt werden sollte, dürfen wir nicht übersehen, wie gut es Familien mittleren Einkommens in den letzten Jahrzehnten ergangen ist. Unglücklicherweise wird die politische Debatte durch irreführende Statistiken verzerrt, in denen diese Zuwächse grob unterbewertet werden.

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