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Abschied von der Abenomics

BERLIN – Shinzo Abe, Japans längstamtierender Ministerpräsident, hat seinen Rücktritt erklärt – offiziell aus gesundheitlichen Gründen. Und jetzt könnte das nach ihm benannte wirtschaftspolitische Programm einem ähnlichen Schicksal entgegengehen.

Die „Abenomics“ wurde 2013 mit großem Tamtam eingeleitet; daher lohnt die Betrachtung, was diese Politik im Laufe der vergangenen sieben Jahre erreicht hat. Die offizielle Version auf der Website der japanischen Regierung zeigte stets drei „politische Pfeile“, die auf eine aggressive Geldpolitik, eine flexible Haushaltspolitik und eine Strukturreformen einschließende Wachstumsstrategie ausgerichtet waren.

Eindeutig am stärksten im Fokus stand hierbei die Geldpolitik. Die Bank von Japan leitete ein massives Programm der quantitativen Lockerung ein, um Staatsanleihen anzukaufen, von denen sie nun etwa die Hälfte hält. Doch das offizielle Ziel, die jährliche Inflation auf 2% nach oben zu treiben, wurde bisher nicht erreicht.

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