0

Wirtschaftliche Erholung für alle

NEW YORK – In den letzten zwei Jahren beschloss eine Mehrheit der Länder dieser Welt, ihre öffentlichen Ausgaben zu erhöhen, um die Auswirkungen der globalen Finanzkrise auf ihre Ökonomien und die Menschen abzumildern. Nachdem es nun dieses Jahr Anzeichen einer wirtschaftlichen Erholung gibt, haben die Industrieländer rasch von Konjunkturprogrammen auf Haushaltskonsolidierung umgeschaltet.

Nun folgen auch Entwicklungsländer diesem Trend zur Konsolidierung. Eine vor kurzem in 126 Ländern durchgeführte Untersuchung der UNICEF zeigt, dass eine beträchtliche Zahl von Ländern niedriger und mittlerer Einkommen ihre öffentlichen Ausgaben in den Jahren 2010-2011 verringern wollen.

Der Zeitpunkt dafür ist schlecht, nachdem sich die Regierungen der Welt gerade letzten September auf dem UN-Millenniumsgipfel verpflichteten, die Entwicklungsziele, wie etwa die Reduktion der Armut und der Kindersterblichkeit, zu erreichen.  

Für die meisten Länder niedriger und mittlerer Einkommen scheint die einsetzende wirtschaftliche Erholung fragil und ungleichmäßig auszufallen. Tatsächlich sind viele dieser Länder weiterhin sensibel gegenüber schwankenden Rohstoffpreisen, Schwächen im Finanzsystem, gedämpfter Nachfrage durch die Weltmärkte sowie gegenüber Ausfällen bei externen Finanzierungen, ausländischer Entwicklungshilfe und Investitionen.