0

Eine globale Agenda für sieben Milliarden Menschen

NEW YORK – Ende nächsten Monats wird ein Kind geboren – der siebenmilliardste Erdenbürger. Die Umstände, in die er oder sie hinein geboren wird, werden wir nie kennen lernen. Was wir wissen, ist, dass der Säugling eine Welt betritt, die großen und unvorhersehbaren Veränderungen unterworfen ist – in den Bereichen Umwelt, Wirtschaft, Weltpolitik, Technik und Demografie.

Seit der Gründung der Vereinten Nationen im Jahr 1945 hat sich die Weltbevölkerung verdreifacht. Und sie vergrößert sich weiter, und damit werden Land, Energie, Nahrung und Wasser immer knapper. Auch die Weltwirtschaft erzeugt Spannungen: höhere Arbeitslosigkeit, immer größere soziale Ungleichheit und das Entstehen neuer Wirtschaftsmächte.

Durch diese Trends werden die heute lebenden sieben Milliarden Menschen immer stärker miteinander verbunden. Die großen globalen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts können von keiner Nation allein gelöst werden, sondern nur in internationaler Zusammenarbeit.

Die 66. Sitzung der UN-Generalversammlung bietet den Ländern der Welt erneut die Gelegenheit, über enge und kurzfristige Interessen hinaus zu gehen und gemeinsame Anstrengungen zu unternehmen, die langfristigen Bedürfnisse der gesamten Menschheit zu erfüllen. In einer Zeit, in der alle Nationen individuellen Herausforderungen gegenüber stehen, müssen wir eine weltweite Agenda schaffen, die dazu beiträgt, dass das siebenmilliardste Baby und die zukünftigen Generationen in einer Welt aufwachsen, die von dauerhaftem Frieden, Wohlstand, Freiheit und Gerechtigkeit bestimmt ist.