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Ein Untergangsszenarium

Während Amerika darüber streitet, ob man in den Irak einfallen soll oder nicht, schleichen sich allmählich Befürchtungen in die Diskussion, ob dadurch der Wirtschaftsaufschwung des Landes zum Stehen kommen könnte. Damit wachsen zugleich auch die Sorgen über den Zustand der Weltwirtschaft. Man ist sich einig, daß zwischen dem Wachstumspotential der US-Wirtschaft und dem, wie sie tatsächlich läuft, eine große Lücke klafft und diese noch auf lange Zeit offen bleiben wird. Kann die Situation noch schlimmer werden? Ja, das kann sie, und sogar viel schlimmer!

Seit langem gibt es eine Reihe von Gründen, über die US-Wirtschaft beunruhigt zu sein:

Gewaltige Handelsdefizite gibt es hier seit Ronald Reagans unangebrachten Steuersenkungen im Jahr 1981. Sie machten aus Amerika, dem einst größten Gläubiger der Welt, ihren größten Schuldner. Heute klettern diese Defizite von Monat zu Monat auf neue Rekordhöhen.

Amerikas entsetzlich niedrige Sparrate. Als der Reichtum der Amerikaner mit den Aktienwerten von Jahr zu Jahr zu steigen schien, war dies verständlich. Der einzelne Amerikaner wurde reicher, ohne zu sparen, warum sich deshalb Sorgen machen? Die heutige Sparrate in Amerika liegt, wenn sie auch wieder etwas angezogen hat, immer noch am Boden, unter dem Tisch der Sparmeister der Welt.