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Iran − Obamas Jahr der Entscheidung

PRINCETON – Mit Beginn seiner zweiten Amtszeit als US-Präsident wird Barack Obama der Frage nach der Sanierung der US-Staatsfinanzen viel Aufmerksamkeit zukommen lassen müssen. Außenpolitische Themen spielen allerdings ebenfalls eine große Rolle und, ungeachtet des andauernden Konfliktes in Syrien und der möglichen Ausweitung des Krieges in der afrikanischen Sahelzone, ist man sich in Washington einig, dass 2013 das „Jahr der Entscheidung“ im Streit über das iranische Atomprogramm sein wird.

Zu Beginn seiner ersten Amtsperiode hatte Obama der Islamischen Republik den Dialog angeboten. Bei seiner ersten Ansprache zur Amtseinführung im Jahr 2009 wählte er den denkwürdigen Satz: „Wir werden die Hand ausstrecken, wenn ihr bereit seid, eure Faust zu öffnen.“ Bei seiner zweiten Antrittsrede hat er diese Zusage wiederholt, wenn auch weitaus indirekter: „Wir werden den Mut haben zu versuchen, unsere Differenzen mit anderen Nationen friedlich beizulegen – nicht weil wir den Gefahren, denen wir ausgesetzt sind, blauäugig gegenüberstehen, sondern weil sich Misstrauen und Angst durch den Dialog dauerhafter ausräumen lassen.“