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Der Menschheit Schicksal/Der Menschheit Hoffnung

Schon seit geraumer Zeit sind die Nachrichten von Krieg und Gerüchten über Krieg beherrscht, von gewaltsamem Tod und den Androhungen gewaltsamen Todes. Dies ist mit Sicherheit seit den Terrorangriffen auf die USA vom 11. September der Fall und auch schon seit die Gemetzel im Kosovo, in Sarajevo, Srebrenica, Ruanda und im Kongo über den Bildschirm liefen. Jeder, überall, ist sich der Macht unserer Waffen intensiv bewusst. Von Raketen mit atomaren Sprengköpfen über LKWs voller Düngemittel oder Sprengstoffe, die als Gürtel getragen werden, haben wir unsere Technologie darauf verwendet, die dunklen Seiten unseres Wesens als eine gewalttätige - und noch nicht einmal wirklich räuberische - Spezies enorm zu verstärken.

Es ist bestimmt nicht mein Anliegen, diese Seite der Menschheitsgeschichte und die aktuellen Geschehnisse herunterzuspielen oder abzutun. Ich möchte nicht, dass irgendjemand vergisst, dass in weniger als der Hälfte der Jahre unseres vergangenen Jahrhunderts - vom Ausbruch des Ersten Weltkrieges bis zur Hungersnot im Anschluss an Maos “Großem Sprung nach vorn” - ungefähr einer von zehn Menschen, die auf der Erde leben, von seinen oder ihren Mitmenschen erschossen, vergast, erstochen, verbrannt oder dem Hungertod überlassen wurde.

Aber das ist nicht die ganze Geschichte. Die menschlichen Schlachthäuser des zwanzigsten Jahrhunderts - und auch die Schlachthöfe, die jetzt von verschiedenen Menschen vorbereitet werden - sind aus der Perspektive der Zukunft betrachtet vielleicht nicht der wichtigste Aspekt unseres Erlebens und Mensch-Seins und dessen, was unsere Nachfahren als ihre Geschichte ansehen werden. Für sie sind die wichtigsten Merkmale dessen, was unser Erleben ausmacht, möglicherweise:

· Was UN-Demographen als Ende der Bevölkerungsexplosion vorhersehen: Das Stocken des Wachstums der menschlichen Bevölkerung bei etwa zehn Milliarden ungefähr in der Mitte dieses Jahrhunderts;

· Das Nahen einer wirklich menschlichen Welt, während die Anzahl derer auf einen kleinen Bruchteil der menschlichen Bevölkerung sinkt, die Subsistenzlandwirtschaft betreiben oder deren Löhne sich durch den Druck auf den Arbeitsmarkt durch die Abwanderung vom Land in überfüllte Städte auf vergleichbarem Niveau bewegen.

Aus einem oder mehreren der folgenden verwandten Gründe, haben weite Teile der Welt die meiste Zeit des zwanzigsten Jahrhunderts über keinen Weg aus der verzweifelten Armut gefunden: (1) kriminelle, schlechte Regierung; (2) fehlende Maschinen, um in der Weltwirtschaft - abgesehen von Subsistenzwirtschaft und ungelernten Dienstleistungen - etwas Sinnvolles und Produktives zu leisten; (3) fehlende Bildungssysteme, die den Menschen die Kenntnisse und Fähigkeiten verleihen, die für die Bedienung dieser Maschinen notwendig sind und (4) Grenzen (gesetzliche und dingliche), die die Menschen dort, wo die Nachfrage gering war, davon abhielten ihre Arbeit dort zu verkaufen, wo die Nachfrage hoch war.

Im Lauf des späten zwanzigsten Jahrhunderts sind diese vier Ursachen für verzweifelte Armut jedoch größtenteils weggefallen. Regierungen, die so schlecht sind wie die von Kim Jong II in Nordkorea, sind äußerst selten geworden. Fast alle Länder auf der Welt sind höchstens eine Generation von fast allgemeiner Lese- und Schreibfähigkeit entfernt. Das schnelle Tempo des technologischen Fortschritts hat eine Fülle an Erfindungen und Neuerungen erschaffen, die jedem Ort offen stehen, der jemanden fortschicken kann, um einen Abschluss als Ingenieur zu erwerben.

Am wichtigsten sind die rasch fallenden Schranken, die die Produktion von Waren und Dienstleistungen auf Mauritius, in Mosambik oder Mauretanien und deren Verkauf in New York, Berlin, Santiago oder Tokio verhindern. Die gewaltigen Containerschiffe, die vor einer Generation auf der Bildfläche erschienen sind, waren für den Welthandel eine Revolution.

Der Einsatz von Informationstechnologie für die Verwaltung von Transport und Vertriebskanälen wird vermutlich eine ähnlich nachhaltige Wirkung zeigen. Zudem wird die Ära des Internets und des Glasfaserkabels so viel dazu beitragen, Arbeit im Dienstleistungssektor international handelbar zu machen, wie die Erfindung des eisernen Dampfschiffes vor einhundertfünfzig Jahren dazu beigetragen hat, landwirtschaftliche Produkte und Industrieartikel in großen Mengen international handelbar zu machen.

Es wird mindestens eine Generation dauern, bis diese Veränderungen in den meisten Winkeln der Welt spürbar werden. Im industriellen Herzen der reichen Länder der Welt lösen diese bevorstehenden Revolutionen bereits Bedenken aus. Diese Bedenken werden sich noch verstärken und heftiger werden, weil die Bürger reicher Länder befürchten, dass die industriebasierte Einkommensverteilung, die gesellschaftliche Ordnung und Politik in ihren Grundfesten erschüttert werden, wenn die verbleibenden internationalen Handelsschranken fallen.

Für die Welt als Ganzes werden die kommenden beiden Generationen jedoch eine außergewöhnliche Möglichkeit für Wirtschaftswachstum und Weltwohlstand eröffnen. Vielleicht steht am Ende der Geschichte doch noch ein Topf voll Gold.

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