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Schreckgespenst Marktvertrauen

CAMBRIDGE – Ein Gespenst geht um in Europa – das Gespenst des „Marktvertrauens“.

Vielleicht war es die Angst vor dem Kommunismus, die die Regierungen umtrieb, als Karl Marx 1848 die erste Zeile seines berühmten Manifests niederschrieb, doch heute ist es die Furcht, dass sich die Stimmung am Markt gegen sie wendet und die Spreads für ihre Staatsanleihen in die Höhe treibt. Die Regierungen überall auf der Welt werden zu verfrühten Haushaltskürzungen gezwungen, obwohl die Arbeitslosigkeit weiterhin sehr hoch bleibt und die Nachfrage der Privathaushalte wenig Lebenszeichen von sich gibt. Viele werden dazu gebracht, Strukturreformen vorzunehmen, an die sie nicht wirklich glauben – nur weil es für die Märkte sonst schlecht aussähe.