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Gerechtigkeit für die Toten von Srebrenica

DEN HAAG – Die Gräueltaten, die 1993 in der Nähe der bosnischen Silberminenstadt Srebrenica an slawischen Muslimen begangen wurden, ließen Forderungen nach einem Gerichtshof laut werden, um den politischen und militärischen Anführern, denen Kriegsverbrechen im ehemaligen Jugoslawien vorgeworfen wurden, den Prozess zu machen.

Der Gerichtshof der Vereinten Nationen, der – fast fünf Jahrzehnte nach den letzten Urteilen in Nürnberg und Tokio – eingerichtet wurde, wurde zum Vorläufer von Ad-hoc-Gerichten, die die Täter des Völkermords in Ruanda, Charles Taylor und seine Blutdiamanten-Schlächter in Sierra Leone sowie die Mörder der Khmer Rouge in Kambodscha strafrechtlich verfolgen. Der Internationale Strafgerichtshof für das ehemalige Jugoslawien (IStGHJ) gab auch den Anstoß für den Internationalen Strafgerichtshof, der Kriegsverbrechern weltweit den Prozess macht.