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Eine neue demokratische Agenda für Russland

MOSKAU: Als der russische Präsident Dmitri Medwedew seine Jahresansprache vor der Bundesversammlung hielt, war ich von der Tatsache betroffen, dass seine Rede an ein fortschrittliches, wohlhabendes Land gerichtet zu sein schien, nicht an das wahre Russland von heute.

Russland wird 2012 Präsidentschaftswahlen abhalten. Was 2011 passiert, wird meiner Meinung nach sogar noch wichtiger sein als die Wahlen selbst. Tatsächlich könnte die Entwicklung der russischen Gesellschaft die russische Politik verwandeln, trotz jener innenpolitischen Gegner, die einen Wandel leugnen, oder jener, die Russland uneingeschränkt als „unverbesserlich autoritär“ einstufen. Doch damit das geschieht, muss in diesem Jahr eine neue Agenda für Russland entwickelt werden.