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Die falsche Wahl der Weltbank

NEW YORK – Die Entscheidung für den amerikanischen Kandidaten Jim Yong Kim als Präsidenten der Weltbank, und gegen Nigerias Finanzministerin Ngozi Okonjo-Iweala, die weithin als deutlich überlegene Kandidatin gesehen wurde, kann unmöglich entschuldigt, aber leicht erklärt werden. Sie verdeutlicht auch die ernste Gefahr für die immer noch andauernde Aufgabe der Entwicklungshilfe.

Das Auswahlverfahren krankte an einigen Ungleichheiten und Intransparenzen, auch wenn die Vereinigten Staaten das Gegenteil behaupten. Tatsächlich glichen diese Behauptungen den in der öffentlichen amerikanischen Debatte häufig vorkommenden linguistischen Nebelkerzen: ebenso wie die Flächenbombardierung während des Vietnamkrieges “Befriedung” genannt wurde und heute die illegalen Einwanderer als “undokumentierte Fremde” bezeichnet werden.