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The Year Ahead 2018

„America First” als Weckruf für die EU

BRÜSSEL – US-Präsident Donald Trump ist seit weniger als einem Jahr im Amt, hat aber die Beziehungen zwischen Europa und den Vereinigten Staaten bereits auf die Probe gestellt. Sei es die Verteidigungs- und Sicherheitskooperation innerhalb der Nato, die Zusammenarbeit im Bereich globaler Herausforderungen wie dem Klimawandel oder die Mitwirkung in Gremien wie den G7 oder G20: es gibt kaum einen Bereich, der nicht durch Trumps unheilvolles Urteil nachteilig beeinflusst worden wäre.

Über mehr als ein Jahrhundert war die transatlantische Partnerschaft ein zentraler Aspekt der US-Außenpolitik. Zu einer Zeit, da unsere wichtigsten Herausforderungen – von Terrorismus über Klimawandel bis Massenmigration – weit über nationale Grenzen hinausreichen, ist eine derartige Zusammenarbeit von größerer Bedeutung als jemals zuvor.

Doch Trumps Ansatz des „America First” in Kombination mit seinem unberechenbaren Führungsstil untergräbt jene Partnerschaften und wechselseitigen Vereinbarungen, die lange die Grundlage der transatlantischen – ja der globalen – Zusammenarbeit bildeten. Trumps Doktrin findet vielleicht bei seiner Kernwählerschaft Anklang, sie trägt aber nicht einmal den grundlegendsten Prinzipen und Mechanismen internationaler Politik Rechnung.

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