Donald Trump and Sarah Palin Andrew Dallos/Flickr

The Year Ahead 2016

Ist der Faschismus zurück?

NEW YORK – Im Jahr 2015 ist „Faschismus“ erneut zum heftigsten politischen Schimpfwort im allgemeinen Sprachgebrauch geworden. Wenn wir mit einer Sprache und Verhaltensweisen konfrontiert werden, die oberflächlich an Hitler und Mussolini erinnern, ist die Versuchung natürlich geradezu überwältigend, das Faschismus-Etikett zu verwenden. Zurzeit wird es oft für so unterschiedliche Fälle wie Donald Trump, die Tea Party, den Front National in Frankreich und radikale islamistische Attentäter benutzt. Doch auch wenn die Versuchung solche Akteure als „Faschisten“ zu bezeichnen verständlich ist, sollten wir ihr widerstehen.

Zur Zeit seiner Entstehung in den 1920er-Jahren (zunächst in Italien und anschließend in Deutschland) war Faschismus eine gewaltsame Reaktion auf einen als übertrieben wahrgenommenen Individualismus. Italien sei im Ersten Weltkrieg verhöhnt und Deutschland besiegt worden, behaupteten Mussolini und Hitler, weil Demokratie und Individualismus ihre nationale Einheit und ihren Willen geschwächt hatten.

Also steckten die beiden Führer ihre Anhänger in Uniformen und versuchten ihr Denken und Handeln zu reglementieren. Einmal an der Macht, versuchten sie die Diktatur auf alle Lebensbereiche auszuweiten. Sogar sportliche Aktivitäten wurde unter Mussolini von der staatlichen Behörde il Dopolavoro organisiert und beaufsichtigt.

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  1. Donald Trump delivers his address to a joint session of Congress  Bill Clark/CQ Roll Call/Getty Images

    Trump’s Abominable Snow Job

    • In the 2016 US presidential election, Donald Trump presented himself as a populist who would protect America’s “forgotten” workers from the disruptions of trade and immigration and the nefarious designs of unnamed elites.

    • But, a year after assuming office, it has become abundantly clear that “America first” means workers come last.
  2. Project Syndicate

    PS Commentators’ Best Reads in 2017

    • For the first time, Project Syndicate has asked its contributors what they’ve been reading, and why. 

    • Their choices may surprise, but surely will not disappoint, readers seeking the most important books on history, politics, economics, as well as more than one novel.