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Fünf Visionen für eine neue internationale Ordnung

MADRID – Die globale institutionelle Ordnung nach dem Zweiten Weltkrieg ist obsolet. Dies ist keine neue Entwicklung: Der Reformbedarf ist bereits lange Zeit offensichtlich. Und der Wandel muss umfassender sein, als viele begreifen, und er ist dringender als je zuvor.

Die Gründe dafür sind unschwer zu erkennen: Immer neue (und mehr) Akteure greifen nach der Macht. Nichtstaatliche Akteure haben an Einfluss gewonnen. Und die internationale Zusammenarbeit hat sich von einem harten juristischen Ansatz klarer Regeln und Abkommen zu einem sanften, selbstregulierenden Ansatz entwickelt – verdeutlicht durch das Pariser Klimaabkommen von 2015, das auf „national bestimmten Beiträgen“ beruht.

Um inmitten solcher Veränderungen in wichtigen Bereichen (wie bei der Nichtverbreitung von Kernwaffen und beim Klimawandel) Stabilität und Zusammenarbeit bewahren zu können, müssen wir bestehende Ansätze und Strukturen grundlegend überdenken. Der Beginn der 76. Sitzung der Generalversammlung der Vereinten Nationen (UNGA 76) bietet einen nützlichen Einblick, wo diese Prozesse – und die internationale Ordnung selbst – momentan stehen.

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