lomborg168_ANDREW CABALLERO-REYNOLDSAFPGetty Images_david malpass Andrew Caballero-Reynolds/AFP/Getty Images

Die Weltbank muss ihren Kurs ändern

BRÜSSEL – Aufgrund seiner früheren Bemerkungen über die Gehaltszahlungen bei Banken und Kredite an China haben Kritiker den neuen Weltbankpräsidenten David Malpass einen Brandstifter genannt, der zum Brandmeister gemacht wurde. Viel wichtiger ist es allerdings, sich auf Fortschritte bei der Erfüllung der Kernaufgabe der Weltbank zu konzentrieren, der Beseitigung extremer Armut.

In ihrem letzten Geschäftsjahr hat die Weltbank fast 67 Milliarden US-Dollar an Finanzierungen, Investitionen und Garantien verteilt. Doch unter dem „neuen Kurs“, den der bisherige Präsident Jim Yong Kim 2016 vorgegeben hat, will die Bank mehr als ein Viertel ihrer Mittel für den Kampf gegen den Klimawandel einsetzen. Dank Kim besteht die Bank außerdem darauf, dass jeder einzelne Dollar, den sie ausgibt, dem Klimawandel Rechnung tragen muss, und sie hat die finanzielle Unterstützung für Kohlekraftwerke eingestellt.

Das Thema Entwicklung durch das Prisma des Klimawandels wird mit dem Argument angegangen, dass steigende Temperaturen Probleme wie Malaria und fehlenden Zugang zu Bildung verschärfen. Das ist zwar richtig, gilt aber für die Auswirkungen fast aller Probleme. Eine Zunahme der Malaria macht Kinder anfälliger für Hunger; schlechte Ernährung und das Fehlen sanitärer Anlagen beeinträchtigen die schulische Leistung; fehlende Schulen führen zu größerer Armut und so weiter.

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