China marks world AIDS day VCG/Getty Images

Vier Faktoren, um den Kampf gegen HIV/AIDS zu gewinnen

PITTSBURGH – Im Kampf gegen HIV/AIDS veranschaulichen einige Geschichten besonders deutlich, wie weit der Weg zur globalen Ausrottung ist. Eine dieser Geschichten habe ich 2009 in Tansania gehört.

Bei einem Besuch in einem abgelegenen Dorf sprach ich mit einer Frau, die wusste, dass sie HIV-positiv war. Sie erzählte mir, dass sie gemäß der damals gängigen Gesundheitsrichtlinien erst eine Behandlung bekommen würde, wenn die Anzahl ihrer CD4-T-Helferzellen ‒ einer Untergruppe der weißen Blutkörperchen, die vom Immunsystem genutzt wird ‒ unter einen bestimmten Schwellenwert gesunken ist.

Nach einem mehrere Kilometer weiten Fußmarsch in eine Klinik, wo sie diesen Wert bestimmen lassen wollte, musste sie feststellen, dass das Testgerät kaputt war. Als sie den weiten Weg ein zweites Mal zurückgelegt hatte, war die Maschine immer noch außer Betrieb. Erst Monate später, nach ihrem dritten Fußmarsch in die Klinik, konnte ihre CD4-Zellzahl bestimmt werden: Die Werte waren weit unterhalb der erforderlichen Schwelle. Ihre Behandlung hätte schon vor Monaten beginnen sollen.

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