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Mit Unternehmensführung gewinnen

CAMBRIDGE: Trotz NASDAQ Abstürzen und Drohungen einer Rezession in den USA: die „New Economy“ bleibt. Tatsächlich stellt sie weiterhin den Schlüssel für Wachstum in Europa und Japan in den kommenden Jahren dar. Aber wo genau schlägt das Herz der New Economy? Eher beim verbesserten Arbeitsmarktwettbewerb, besseren Besteuerungssystemen oder in der Deregulierung? Gute Unternehmensführung ist ebenfalls ein Motor der New Economy, der nicht zu unterschätzten ist.

Wenn Manager produktive, flexible Strukturen schaffen, die sich auf Schaffung von Reichtum konzentrieren, finden es Unternehmen leicht, sich neue Quellen von Produktivität und Kostenkontrolle anzupassen und zu erforschen. Wenn Dezentralisierung und Risikobereitschaft ein Teil der Mission von Unternehmen sind, wird sicherlich Innovation in Sachen Produkten und Verfahren stattfinden. Wenn aber im Gegensatz dazu Firmenbosse sich wie vorsichtige Testamentsvollstrecker von reichen Nachlässen verhalten, werden ihre Unternehmen bald wie Museen aussehen.

Die Wirtschaftsleistung eines Landes ist in der Tat ein Spiegelbild seiner heimischen Unternehmen. Länder mit großen Unternehmen weisen große Leistungen auf. Wo sind dann die großen Unternehmen mit Weltbedeutung aufzufinden?

Kein Wunder, dass mehr als die Hälfte der angesehensten Unternehmen amerikanische sind. Obwohl Europa ungefähr die selbe ökonomische Größe wie die USA besitzt, hat es weit weniger Top-Unternehmen. Japan mag viel kleiner als Amerika oder Europa sein, aber es erfüllt bei weitem nicht seinen Anteil am G7 Einkommen oder Reichtum. Das Bild könnte nicht deutlicher sein: die US-Wirtschaft leistet Erstaunliches, sowie dessen Firmensektor; Europa ist weit hinterher; Japan bringt sich nicht wirklich ein.