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Stellen steigende Zinsen eine Gefahr für Aktienkurse und Häuserpreise dar?

Mit einem baldigen weltweiten Zinsanstieg ist zu rechnen. Die kurzfristigen Zinsen sind seit Beginn der weltweiten Rezession des Jahres 2001 so tief gefallen - auf 1% bzw. 2% in den Vereinigten Staaten und Eurozone und praktisch auf null in Japan - dass ein Anziehen der weltweiten Konjunktur die Zentralbanken zwingen wird, die geldpolitischen Zügel zu straffen.

Australiens Zentralbank hat bereits im Mai 2002 begonnen, die Zinsen anzuheben, und die Bank von England tat dasselbe im November 2003.

In den USA dürfte die zweitägige Sitzung des Offenmarktausschusses der Federal Reserve am 29. und 30. Juni einen wichtigen Wendepunkt darstellen und die Entwicklung beim marktbestimmenden Zinssatz für Tagesgelder umkehren, der stetig gesunken ist, seit Alan Greenspan im Jahre 2001 die Geldpolitik lockerte. Zinserhöhen in China, der Eurozone und andernorts dürften folgen.

Angesichts der Tatsache, dass die Zentralbanken die Zinsen in aller Regel schrittweise anheben, zieht jede Veränderung in eine bestimmte Richtung weitere Zinsschritte in dieselbe Richtung zu einem späteren Zeitpunkt nach sich. Was bedeutet diese historische Veränderung für die Preise von privaten Immobilien oder für die Aktienkurse?