Wird der nächste Präsident Amerikas von Exmexikanern bestimmt?

Zu den vielen Überraschungen während der Debatte der Präsidentschaftskandidaten der Republikaner vor ein paar Wochen gehörte auch die neu entfachte Bedeutung der Einwanderung. Nach dem Scheitern der Bemühungen von Präsident George W. Bush und Senator Edward Kennedy um eine umfassende Einwanderungsreform im letzten Frühjahr dachten die meisten Beobachter, dass die Angelegenheit bis 2009 ruhen würde, da es für Demokraten und Republikaner gleichermaßen potenziell tödlich sei, sie auch nur anzufassen. Doch wie die Demokraten bereits in anderen Debatten der letzten Zeit feststellen konnten und die Republikaner mit etwas Nachhilfe der CNN-Organisatoren erkennen mussten, die ihre Fragenschwerpunkte bei ihnen wichtigen Themen setzten, ist die Einwanderungsfrage ein Thema, das einfach nicht verschwinden will.

Dies ist einer der Gründe, warum ich ein kurzes, aber wie ich hoffe nützliches Buch zur mexikanischen Einwanderung in die USA mit dem Titel Ex-Mex: From Migrants to Immigrants geschrieben habe. Ex-Mex basiert auf internen Unterlagen der mexikanischen und US-amerikanischen Regierungen, zahllosen Interviews sowie einem Überblick über einen Großteil der zu diesem Thema existierenden Literatur und ist bemüht, drei Zielsetzungen zu erfüllen.

Erstens wollte ich eine mexikanische Stimme in die Einwanderungsdebatte einbringen. Mehr als die Hälfte sowohl jener, die (legal oder illegal) neu in die USA einwandern und die bereits als Einwanderer dort leben, sind Mexikaner – doch nach einer Perspektive, die ihre Interessen und Ziele widerspiegelt, sucht man in der amerikanischen Diskussion zumeist vergeblich.

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