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Wie wird das Endspiel der Defizite?

REYKJAVIK – Bisher hat noch niemand wirklich eine Vorstellung, wann die globale Finanzkrise ein Ende finden wird, aber eines steht fest: Die Haushaltsdefizite der Regierungen steuern in astronomische Höhen. Investoren werden in den kommenden Jahren davon überzeugt werden müssen, Berge neuer Schulden zu übernehmen.

Obwohl die Regierungen möglicherweise versuchen werden, die Staatsverschuldung lokalen Sparern aufzunötigen (indem sie beispielsweise ihren zunehmenden Einfluss auf Banken nutzen, um diese zu zwingen, eine unverhältnismäßige Menge an Staatspapieren zu übernehmen), werden sie letztendlich auch selbst wesentlich höhere Zinsen zahlen müssen. Innerhalb einiger Jahre könnten die Zinssätze für langfristige US-amerikanische Schatzanweisungen leicht um 3% bis 4% ansteigen und die Zinssätze für andere Staatspapiere ebenfalls in vergleichbarer Höhe oder noch mehr steigen.

Die Zinssätze werden steigen, um Investoren sowohl dafür zu entschädigen, einen größeren Anteil an Staatsanleihen in ihr Portfolio aufnehmen zu müssen, als auch für das zunehmende Risiko, dass Regierungen versucht sein werden, den Wert ihrer Schulden durch Inflation zu verringern oder sogar Zahlungsunfähigkeit zu erklären.

Bei Forschungen zur Geschichte von Finanzkrisen, die ich zusammen mit Carmen Reinhart betrieben habe, konnten wir feststellen, dass sich die Staatsverschuldung in den drei Folgejahren einer Krise normalerweise verdoppelt, selbst inflationsbereinigt. Viele Länder, große und kleine, sind gegenwärtig auf dem besten Wege diese Prognose zu erfüllen.