Kosovo Prime Minister Ramush Haradinaj (L) and his Macedonian counterpart Zoran Zaev ARMEND NIMANI/AFP/Getty Images

Warum der Westbalkan in die EU gehört

BRÜSSEL – Am 16. Januar haben sich Vertreter Serbiens und des Kosovo zu vertrauensbildenden Gesprächen in Brüssel getroffen. Aber am gleichen Tag wurde der serbisch-kosovarische Minderheitenführer Oliver Ivanović in dem unter serbischer Verwaltung stehenden Mitrovica im nördlichen Kosovo ermordet, und die Gespräche wurden abgesagt.

Seit dem Ende des Kosovokrieges 1999 hat der Westbalkan große Fortschritte gemacht, die nationalistischen und reaktionären Kräfte zum Schweigen zu bringen, die den brutalen ethnischen Konflikt verursacht hatten. Aber die Ermordung von Ivanović, wahrscheinlich durch Verbrecherbanden, die sich im nördlichen Kosovo ungehindert entfalten konnten, droht jetzt, Öl auf ein noch immer schwelendes Feuer zu gießen. Die nationalistischen Geister der Region werden aus ihrem Schlummer gerissen.

Die Länder des Westbalkans müssen sich noch vielen anderen Herausforderungen stellen. Korruption ist weit verbreitet, aufgrund von Netzwerken organisierten Verbrechens, die aus dem Sicherheitsapparat der kommunistischen Ära entstanden. Der Einfluss der Vereinigten Staaten nimmt ab, Russland wird immer revanchistischer. Und, wie bei allen anderen Ländern der Region, hängt ein großes Fragezeichen über dem Weg zur EU-Mitgliedschaft.

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