Die erschütterte Hypothese des „Schütteltrauma-Syndroms“

OXFORD – Das  tragischste Ereignis, das frischgebackenen Eltern widerfahren kann, ist der unerwartete Tod ihres Babys. Noch schlimmer ist vielleicht nur, den Eltern zu Unrecht die Schuld an diesem Tod zu geben oder sie gar aufgrund einer Fehlinterpretation der Befunde durch medizinisches Personal strafrechtlich zu verfolgen.

Eine kleine Zahl an Säuglingen, die kollabieren und im ersten Lebensjahr unerwartet sterben, weist eines oder mehrere der folgenden drei Symptome auf: Blutungen knapp außerhalb des Gehirns (subdurale Blutung); Blutungen am Augenhintergrund (Netzhautblutung); und Gehirnschwellung.

Die gleichen Merkmale sind auch bei Babys zu finden, die ein Trauma erlitten haben wie etwa bei Stürzen oder Autounfällen. Doch bei vielen Babys mit diesen Symptomen  liegen keine Anzeichen oder medizinischen Beweise für ein Trauma (wie Knochenbrüche, Schürfwunden oder Prellungen), physische Misshandlung oder Vernachlässigung vor.

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