President Nicolas Maduro Federico Parra/Getty Images

Venezuelas beispielloser Zusammenbruch

CAMBRIDGE – Bei einem hastig organisierten Plebiszit am 16. Juli, das unter der Aufsicht der von der Opposition kontrollierten Nationalversammlung durchgeführt wurde, um der Forderung von Präsident Nicolás Maduro nach einer verfassungsgebenden Nationalversammlung eine Absage zu erteilen, stimmten mehr als 720.000 Venezolaner im Ausland mit ab. Bei der Präsidentschaftswahl 2013 waren es nur 62.311. Vier Tage vor dem Referendum absolvierten 2117 Anwärter Chiles ärztliche Zulassungsprüfung, darunter fast 800 Venezolaner. Und am 22. Juli, als die Grenze nach Kolumbien wieder geöffnet wurde, überquerten 35.000 Venezolaner die schmale Brücke zwischen beiden Ländern, um Lebensmittel und Medikamente zu kaufen.

Die Venezolaner wollen eindeutig weg – und der Grund ist unschwer zu erkennen. Medien überall auf der Welt berichten über Venezuela und dokumentieren verheerende Zustände mit Bildern der Hungersnot, Hoffnungslosigkeit und Wut. Die Titelseite der Zeitschrift The Economist vom 29. Juli resümierte: „Venezuela im Chaos“.

Aber ist dies nur eine weitere schlimme ganz normale Rezession oder etwas Ernsteres?

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