hausmann82_Jabin BotsfordThe Washington Post via Getty Images_trumpjuanguaidovenezuela Jabin Botsford/The Washington Post via Getty Images

Die Venezuela-Karte bei den US-Wahlen

CAMBRIDGE – Es war absehbar: Irgendwann würde Venezuela im Wahlkampf der Vereinigten Staaten zum Thema werden. Jetzt, wo dies geschehen ist, wird es auch weiter so bleiben. Immerhin steht Venezuela für den größten amerikanischen Wirtschaftskollaps, die stärkste Zunahme der Armut, die schlimmste Hyperinflation und die größte Massenmigration der letzten paar hundert Jahre.

Dies ist auch ein Zeichen dafür, dass das Ende dieses Albtraums – und seiner Bedrohung der regionalen Stabilität – in den USA zu einem führenden außenpolitischen Thema geworden ist. Es ist einer der wenigen Punkte der Regierung von Präsident Donald Trump, der von beiden Parteien unterstützt wird, wie der tosende Applaus zeigt, der dem amtierenden Präsidenten Juan Guaidó während Trumps Rede zur Lage der Nation zuteil wurde.

Allerdings wird die venezolanische Tragödie im Vorfeld der Präsidenten- und Kongresswahlen im November als parteipolitische Waffe benutzt. Laut Trump zeigt Venezuela das Scheitern des „Sozialismus“ auf, und die Demokraten sind in seinen Augen „Sozialisten“. Sollten ihn die Wähler durch einen Demokraten ersetzen, erlitten die USA angeblich dasselbe Schicksal wie Venezuela.

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