gros150_David McNewGetty Images_vaccineprotest David McNew/Getty Images

Immer wieder Impfskepsis

BRÜSSEL – Impfungen sind der beste Schutz gegen COVID-19, und die Beweise dafür sind überwältigend. Auch wenn sie Infektionen oder Übertragungen – insbesondere der Delta-Variante – nicht völlig verhindern können, verringern sie das Risiko erheblich, wegen des Coronavirus ernsthaft zu erkranken, ins Krankenhaus zu müssen oder zu sterben. Daher ist eine flächendeckende Impfung der entscheidende Faktor dafür, dass verantwortungsvolle Regierungen die gesundheitsbedingten Einschränkungen zurücknehmen und damit eine dauerhafte wirtschaftliche Erholung ermöglichen können. Aber dies scheint immer weiter in die Ferne zu rücken.

Wissenschaftler schätzen, dass 70-85% der Bevölkerung geimpft (oder anders gegen COVID-19 immunisiert) sein müssen, damit die Pandemie zu Ende geht. Aber selbst in Israel, das Anfang 2021 beim Impfen weltweit führend war, stagniert der geimpfte Anteil der Bevölkerung bei knapp über 60%. In den Vereinigten Staaten ist bis jetzt erst etwa die Hälfte der Bevölkerung geschützt, und die Zahl der täglichen Impfungen ist von 3,2 Millionen Dosen im April auf weniger als 700.000 Dosen Anfang August gefallen.

Das Beispiel der USA ist besonders interessant, da dort der landesweite Durchschnitt enorme Unterschiede zwischen einzelnen sozioökonomischen Gruppen und Bundesstaaten verschleiert. Während in Massachusetts und Maine 63% der Menschen vollständig geimpft sind, sind es in Mississippi und Alabama nur 34%. Zwischen Städten und Landkreisen sind die Diskrepanzen sogar noch größer.

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