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China fehlt in der großen Inflationsdebatte

AUSTIN –  Mit 1 Billion Dollar an staatlichen Ausgaben für dieses Jahr, weiteren 900 Milliarden Dollar danach und einem versprochenen Infrastruktur- und Energieprogramm in Höhe von 3 Billionen Dollar hat US-Präsident Joe Bidens Rettungsplan für Amerika  viele Makroökonomen verschreckt. Sind ihre Befürchtungen gerechtfertigt?

Die Bank- und Anleihemarkt-Ökonomen, die schon zuvor den Teufel an die Wand gemalt haben, können getrost außer Acht gelassen werden. Vor einem Jahr warnten viele von ihnen, dass das Coronavirus-Hilfspaket, der so genannte CARES-Act, durch eine massive Erhöhung der Geldmenge die Hyperinflation anheizen würde. Das ist nicht eingetreten.

Erwähnenswerter unter den Kritikern sind da schon die Neo-Keynesianer wie Lawrence H. Summers von der Harvard University und seine zahlreichen Gefolgsleute. Summers wartet mit einer anderen Analyse des Problems auf. Es war nämlich sein Onkel, Paul Samuelson, der zusammen mit dem späteren Nobelpreisträger Robert Solow im Jahr 1960 die Phillips-Kurve vorstellte. Dieses einfache Modell bot in seinem ersten Anwendungs-Jahrzehnt einige der erfolgreichsten empirischen Prognosen der Wirtschaftsgeschichte und gilt seither als ökonomische Faustregel.

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