Inmates in the USA David Mcnew/Getty Images

Der Krieg der US-Plutokraten gegen eine nachhaltige Entwicklung

NEW YORK – Die US-Plutokraten haben der nachhaltigen Entwicklung den Krieg erklärt. Milliardäre wie Charles und David Koch (Öl und Gas), Robert Mercer (Finanzdienstleistungen) und Sheldon Adelson (Spielkasinos) mischen aus privaten Finanzinteressen in der Politik mit. Sie finanzieren republikanische Politiker, die versprechen, ihre Steuern zu senken, ihre Branchen zu deregulieren und die Warnungen von Umweltwissenschaftlern, insbesondere Klimaforschern, zu ignorieren.

Was Fortschritte bei der Umsetzung der Ziele für nachhaltige Entwicklung (ZNEs) der Vereinten Nationen angeht, so kamen die USA bei einer von mir mit geleiteten aktuellen Einstufung im Rahmen des SDG-Index auf den 42. Rang unter 157 Ländern, deutlich hinter fast allen anderen hochentwickelten Ländern. Der dänische Autor Bjørn Lomborg war verblüfft. Wir konnte ein derart reiches Land so schlecht abschneiden? „Amerika-Bashing ist weitverbreitet und einfach“, mutmaßte er.

Aber es geht hier nicht um Amerika-Bashing. Der SDG-Index beruht auf für die 17 ZNEs relevanten, international vergleichbaren Daten für 157 Länder. Der zentrale Punkt dabei ist: Bei nachhaltiger Entwicklung geht es um gesellschaftliche Inklusion und ökologische Nachhaltigkeit und nicht nur um Reichtum. Die USA rangieren deutlich hinter anderen einkommensstarken Ländern, weil sich Amerikas Plutokraten seit vielen Jahren von sozialer Gerechtigkeit und ökologischer Nachhaltigkeit verabschiedet haben.

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