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Die amerikanische Präsidentschaftskampagne und die Außenpolitik

NEW YORK – Wen die US-amerikanischen Wähler zu ihrem neuen Präsidenten wählen werden, können wir nicht wissen. Sicher ist aber, dass diese Wahl für die ganze Welt entscheidende Folgen hat – zum Besseren oder zum Schlechteren.

Mehr als alles andere spiegelt dies die immer noch sehr große Macht der USA wider. Auch verdeutlicht es die große Wahrscheinlichkeit, dass sich der nächste Präsident um eine sehr unruhige Welt kümmern muss. Wofür er oder sie sich entscheidet und wie er oder sie es verwirklicht, ist für die Menschen überall von entscheidender Bedeutung.

Trotzdem ist es schwer zu wissen, welche Rolle die Außenpolitik dabei spielen wird, wer als nächster ins Oval Office einzieht. Bis zur Wahl des Jahres 2016 sind es immer noch 17 Monate. Bis dahin kann und wird noch viel passieren.

Im Laufe des nächsten Jahres werden zwei unterschiedliche, aber miteinander verbundene politische Prozesse stattfinden – die jeweiligen Nominierungswettbewerbe der Demokraten und Republikaner. Die demokratische Spitzenkandidatin ist die ehemalige Außenministerin Hillary Clinton, auch wenn ihre Nominierung noch nicht sicher ist. Auf jeden Fall wird die Außenpolitik bei dieser Entscheidung nur eine geringe Rolle spielen, da die Themen, die die wahrscheinlich an den Vorwahlen teilnehmenden Wähler am meisten betreffen, innen- und wirtschaftspolitischer Natur sind.