hsieh4_FREDERIC J. BROWNAFP via Getty Images_USChinatradewar Frederic J. Brown/AFP via Getty Images

Weg mit dem Handelsabkommen zwischen den USA und China

CHICAGO – Vor zwei Jahren versuchten die USA und China ihren sich verschärfenden Handelskrieg zu beenden und unterzeichneten dazu ein Abkommen, im Rahmen dessen sich China verpflichtete, in den Jahren 2020 und 2021 zusätzliche Waren und Dienstleistungen aus den USA im Wert von 200 Milliarden Dollar im Vergleich zu 2017 zu kaufen. Das bedeutete eine Gesamtabnahmeverpflichtung im Ausmaß von 502,5 Milliarden Dollar über einen Zeitraum von zwei Jahren. Am Ende kaufte China (für 288,8 Milliarden Dollar) nur 57 Prozent der US-Exporte, für die es eine Abnahmeverpflichtung abgegeben hatte und kam somit der Zusage über die vereinbarten zusätzlichen 200 Milliardennichtnach.

Dieses Versäumnis ist allerdings alles andere als ein Fehlschlag, sondern eher ein Anlass zur Freude. Und zwar deshalb, weil die einzige Möglichkeit der vollständigen Umsetzung des so genannten „Phase-1-Abkommens” für China darin bestand, die gleichen marktwirtschaftsfeindlichen Instrumente einzusetzen, die amerikanische Firmen in ihren Bemühungen um Geschäfte in China schon lange behindert hatten.

Der frühere US-Präsident Donald Trump begann den Handelskrieg 2018, um China zu zwingen, den Diebstahl geistigen Eigentums von US-Unternehmen sowie die Subventionierung „strategischer“ Sektoren zu beenden und ganz allgemein die Anwendung intransparenter regulatorischer Maßnahmen zum Nachteil von US-Unternehmen einzustellen. Nachdem mehrere Zollerhöhung auf beiden Seiten dem Handel zwischen den USA und China zugesetzt hatten, erzielten die beiden Länder im Januar 2020 ein Abkommen, das die erwähnten Abnahmeverpflichtungen Chinas vorsah. 

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