james183_Haroon SabawoonAnadolu Agency via Getty Images_afghanistanmoney Haroon Sabawoon/Anadolu Agency via Getty Images

Währungsordnung und internationale Sicherheit

PRINCETON – In diesem Jahr stehen große Jubiläen in der Geschichte der internationalen Währungsordnung an. Am 15. August ist es 50 Jahre her, dass US-Präsident Richard Nixon „das Goldfenster schloss“, und am 21. September sind es 90 Jahre, seit die britische Regierung das Pfund Sterling vom Goldstandard löste. Obwohl beide Episoden in die Währungsgeschichte gehören, reichten ihre Folgen über den Finanzbereich hinaus. Jede markierte das Ende eines kompletten internationalen Sicherheitssystems.

Die Weltordnung des 19. Jahrhundert war um die britische imperiale Macht herum aufgebaut, als deren Grundlage der Goldstandard diente. Der Goldstandard wurde durch die Erwartung aufrecht erhalten, dass – selbst wenn er in Kriegszeiten ausgesetzt wurde –, das Ende der Feindseligkeiten der Währung die Rückkehr zum Goldwert der Vorkriegszeit erlauben würde. Das Versprechen eines konstanten Goldwertes schuf ein Element der Glaubwürdigkeit, das es einer Regierung in Kriegszeiten erleichterte, Kredite aufzunehmen und so die Kosten des Konflikts zu tragen.

Weil der Goldstandard lange als finanzielles Fundament des britischen Weltmachtstatus gedient hatte, kehrte das Land nach dem Ersten Weltkrieg zu ihm zurück. Doch die Kosten erwiesen sich als zu hoch. 1931 war klar, dass eine Abkehr vom Gold erforderlich sein würde, um mehr Spielraum für eine Politik des lockeren Geldes zu schaffen, die letztlich die Erholung von der Großen Depression antreiben würde.

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