oni1_y FABRICE COFFRINIAFP via Getty Images_health for all Fabrice Coffrini/AFP via Getty Images

Ein Marshallplan zur Steigerung der planetarischen Gesundheit

CAMBRIDGE – Die COVID-19-Pandemie hat das Bewusstsein für die erheblichen Fehler in unserer städtischen Infrastruktur und für unsere mangelnde Aufmerksamkeit gegenüber der Weise, wie menschliche Gesundheit, natürliche Systeme und das bauliche Umfeld interagieren und den Gesundheitszustand des Planeten beeinflussen, geschärft. Es ist inzwischen klar, dass unser Wirtschaftssystem die Unsicherheit der Nahrungsmittelversorgung erhöht, unsere Straßen den Motorverkehr gegenüber körperlicher Betätigung priorisieren und unsere Häuser das Risiko der Krankheitsübertragung steigern. Wir können und müssen das ändern, indem wir ein mutiges neues Investitionsprogramm für die planetarische Gesundheit einleiten.

Der durch die Pandemie ausgelöste nahezu universelle Fokus auf die Gesundheit bietet uns Gelegenheit, alle gesellschaftlichen Sektoren in Richtung proaktiver Ansätze zur Steigerung des allgemeinen Wohlbefindens zu motivieren. Von zentraler Bedeutung ist dabei, insbesondere im Kontext der Großstädte und städtischen Entwicklung, der Aufbau resilienter, nachhaltiger Systeme zur Verbesserung der Gesundheit.

Bestenfalls ist das Versäumnis, etwas gegen die negativen Folgen unserer heutigen baulichen Umfelder zu tun, eine vertane Chance zur Förderung gesunder Gemeinwesen. Schlimmstenfalls trägt es aktiv zu Krankheitsrisiken und zur Krankheitsübertragung bei. In Großbritannien etwa hat die höhere COVID-19-Sterblichkeit bei den Armen die Kurzsichtigkeit einer Wohnungspolitik aufgezeigt, die es versäumt, Gesundheits- und Umweltgesichtspunkte in den Mittelpunkt ihres Handelns zu stellen.

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