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Ungelernte Lektionen aus der Häuserblase

NEW HAVEN: Es gibt eine Menge Missverständnisse über die Eigenheimpreise. Viele Menschen überall auf der Welt scheinen gedacht zu haben, dass die Preise für Häuser und Wohnungen enorm ansteigen würden, weil der Welt aufgrund der schnell wachsenden Weltwirtschaft das Land ausginge.

Dieses Missverständnis ermunterte die Leute, Häuser und Wohnungen als Kapitalanlage zu kaufen, und war daher ein wichtiger Grund für die Immobilienblasen überall auf der Welt, deren Platzen die gegenwärtige Wirtschaftskrise anheizte. Und es könnte auch zu einem neuerlichen Anstieg der Eigenheimpreise beitragen, wenn die Krise erst einmal vorbei ist. Tatsächlich fangen die Leute angesichts der spekulativen Möglichkeiten beim Kauf von Eigenheimen in den gegenwärtig unter Druck stehenden Märkten schon wieder lüstern zu geifern an.

In Wirklichkeit freilich ist Land nicht knapp. Alle bedeutenden Länder weltweit verfügen über Land in Hülle und Fülle in Form von Höfen und Wäldern, von dem ein großer Teil irgendwann in Bauland umgewandelt werden kann. Weniger als 1% der Landmasse der Erde ist dicht verstädtert, und selbst in den Dichtbevölkertsten unter den bedeutenden Ländern liegt dieser Anteil bei unter 10%.

Häufig gibt es aufsichtsrechtliche Schranken für die Umwandlung landwirtschaftlich genutzter Flächen in Bauland, doch besteht die Tendenz, diese Schranken langfristig zu hintertreiben, sofern die wirtschaftlichen Anreize zu ihrer Umgehung ausreichend stark werden. Es wird für die Regierungen immer schwieriger, ihren Bürgern zu erzählen, dass sie aufgrund von Landnutzungsbeschränkungen keinen bezahlbaren Wohnraum haben können.