Konfliktmanagement und Wirtschaftswachstum

NEU DELHI – Einer der interessantesten Aspekte der andauernden Wirtschaftskrise in Europa und der noch längeren Krise in Japan ist die Abwesenheit ernsthafter sozialer Konflikte – zumindest bis jetzt. Natürlich gab es Streiks, Protestmärsche und wachsende Wut auf Politiker, aber die Proteste waren größtenteils friedlich.

Zwar kann sich dies ändern, aber bisher konnte der soziale Frieden durch Institutionen wie Wahlen (“Werft die Schurken raus” ist eine gewaltlose Art, mit Volkszorn umzugehen), flexible demokratische Gesetze und effektive Gerichtsbarkeit aufrecht erhalten werden. All diese Institutionen trugen dazu bei, dass während einer Zeit großer Probleme in den Industrieländern politische Konflikte erfolgreich beigelegt werden konnten.

Dies könnte bedeuten, dass ein Hauptgrund für mangelnde Entwicklung darin liegt, dass in armen Volkswirtschaften solche problemlösenden Institutionen nicht vorhanden sind. Konflikte zwischen sozialen Akteuren lassen sich durch Wirtschaftswachstum übertünchen. Durch Rezessionen hingegen werden latente soziale Spannungen häufig aufgedeckt oder verschärft.

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