Paula Bronstein/Getty Images

Die Rückkehr eines vergessenen Killers

PRAG – Einst war die Tuberkulose eine der größten Plagen der Welt. Die Schwindsucht, wie sie damals hieß, mordete wahllos und raffte auch berühmte Persönlichkeiten dahin, wie Franz Kafka, Hohn Keats oder US-Präsident James Monroe. In den vergangenen zwei Jahrhunderten sind mit einer Milliarde mehr Menschen an Tuberkulose gestorben als an jeder anderen Krankheit. Das ist eine noch nie dagewesene und unübertroffene Todesbilanz.

In der entwickelten Welt gibt es heute Impfungen und preiswerte Medikamente, daher sterben dort nur noch sehr wenige Menschen an TB. Und deswegen wird die Krankheit in den reichen Ländern auch oft vergessen – als wäre es ein Relikt aus viktorianischen Zeiten.

TB steht nicht nur selten im Fokus der Aufmerksamkeit, sondern erhält auch nur einen Bruchteil der Gesundheitsfinanzierung. 2015 gingen circa 3,4 Prozent der gesamten Entwicklungshilfe für Gesundheit an TB, im Vergleich zu 27,7 Prozent an Mutter-Kind-Gesundheit und 29,7 Prozent an HIV.

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