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Trump schwächt das US-Wirtschaftswachstum

CAMBRIDGE – Seit einiger Zeit sind Besteuerung, Regulierung, Handel und Infrastruktur die vier apokalyptischen Reiter der makroökonomischen Politik in den USA. Mit ersterer habe ich mich eingehend befasst und festgestellt, dass Steuersenkungen einen positiven Beitrag zum Wirtschaftswachstum leisten. Obwohl ich mich mit dem zweiten Bereich weniger ausführlich beschäftigt habe, deuten die Belege darauf hin, dass Regulierung bestenfalls nur einen geringen Beitrag zum Wachstum leistet. Der dritte Bereich ist ausgesprochen wichtig, was auch der Grund dafür ist, warum die heutigen Handelsspannungen so beunruhigend sind. Der vierte Bereich existiert nur in der Rhetorik: Ein Infrastrukturprogramm gehört derzeit nicht zum Repertoire der makroökonomischen Politik.

Im ersten Bereich hat die Steuergesetzgebung von 2017 meiner Einschätzung zufolge 1,1% pro Jahr zur BIP-Wachstumsrate der Vereinigten Staaten für 2018-19 beigetragen. Davon spiegelten 0,9 Prozentpunkte den reduzierten Steuersatz für Privatpersonen wider, während 0,2 Prozentpunkte auf die Steuersenkungen und verbesserte Abschreibungsregelungen für Unternehmen zurückzuführen sind. Während der wachstumsfördernde Effekt der Steuersenkungen für Privatpersonen nicht über das Jahr 2019 hinaus anhalten dürfte, dürften die Auswirkungen der Unternehmenssteuerreform noch einige Zeit anhalten.

Was den zweiten Reiter betrifft, so gibt es einige Anzeichen dafür, dass die Ausweitung der Vorschriften auf US-Bundesebene nach einer langen Wachstumsphase nachlässt. Seit 2017 zeigt RegData, eine Datenbank, die die Anzahl der Wörter in Bezug auf Einschränkungen der Wirtschaftstätigkeit im Amtsblatt der US-Bundesregierung Federal Register erfasst, dass es bei neuen Vorschriften eine Stabilisierung gegeben hat. Die regulatorische Belastung für Unternehmen und Wirtschaftstätigkeit nimmt nicht mehr zu, wird aber auch nicht geringer.

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