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Donald, der Zerstörer

WASHINGTON, DC – Donald Trump, der voraussichtliche offizielle Kandidat der republikanischen Partei bei der Präsidentschaftswahl im November, ist eindeutig kein typischer Republikaner. Die Parteiführung und die Mandatsträger der Partei haben ihn während des Vorwahlkampfes bekämpft, und viele zögern nach wie vor, eine Wahlempfehlung für ihn abzugeben. Trump ist nun dabei, einige seiner politischen Vorschläge mit den Vorstellungen des republikanischen Establishments abzustimmen, aber er ist zugleich eindeutig bemüht, sich seine unverwechselbare Identität zu bewahren.

Das daraus resultierende ideologische Mischmasch umfasst drei Hauptbestandteile: eine bösartige Feindseligkeit gegenüber Einwanderern, eine durch Unwissenheit gekennzeichnete handelsfeindliche Rhetorik und eine extreme staatsfeindliche Einstellung. Jede davon für sich wäre schädlich. Gemeinsam würden sie dem Wohlstand der USA und der Welt einen schweren Schlag versetzen und zugleich die nationale und internationale Sicherheit schwächen.

Trump ist ohne Frage der einwanderungsfeindlichste US-Präsidentschaftskandidat der modernen Geschichte. Eine erste Idee und sein maßgeblicher Slogan ist der „Bau einer Mauer“ entlang der Südgrenze der USA, die angeblich mexikanische und andere lateinamerikanische Einwanderer abhalten soll. Er will zudem elf Millionen Menschen deportieren und keine Muslime mehr ins Land lassen.

Dies ist ein Rezept für einen Polizeistaat – mit Personenkontrollen, der Durchsuchung von Wohnungen und der Ermutigung der Menschen, ihre Nachbarn zu denunzieren. Es ist zugleich in grundlegender Weise antiamerikanisch insofern, als es alles untergräbt, was das Land bisher erreicht hat. Die USA sind ein Einwanderungsland – und weltweit führend bei der Integration von Neuankömmlingen. Nach einer Generation im Lande interessiert es keinen mehr, woher Ihre Familie kam.