AUL ELLIS/AFP/Getty Images

Trumps protektionistische Rube-Goldberg-Maschine

WASHINGTON, DC – Um zu verhindern, von der Trump-Regierung mit 25% Zoll auf Importstahl belegt zu werden, haben sich einige Länder bereit erklärt, bei 59 Arten von Stahlprodukten Exportquoten zu akzeptieren. Gleichzeitig können die amerikanischen Produzenten, die Stahl als Rohstoff verwenden, beim Wirtschaftsministerium eine Ausnahmeregelung beantragen, wenn sie die benötigten Vorprodukte nicht im Inland beschaffen können.

Trump glaubt anscheinend, Exportquoten und Ausnahmeregelungen für inländische Importeure seien für die Vereinigten Staaten politisch und wirtschaftlich sinnvoll. Nichts könnte weiter von der Wahrheit entfernt sein. Indem die Trump-Regierung Zölle auf die Exporte befreundeter Staaten mit der „nationalen Sicherheit“ begründet hat, hat sie dem internationalen Ansehen Amerikas bereits jetzt erheblich geschadet.

Aber die wirtschaftlichen Nachteile der Zölle sind nicht weniger alarmierend. Bereits jetzt leiden US-Produzenten, die von Stahlimporten abhängig sind, unter höheren Kosten, und bald könnten sie, da die Stahlpreise in den USA nun über 50% höher sind als in China oder Europa, vor erheblichen Lieferproblemen stehen. Apropos höhere Kosten: Der Motorradhersteller Harley-Davidson hat bereits angekündigt, einen Teil seiner Produktion aus den USA abzuziehen, um die Vergeltungszölle der Europäischen Union zu umgehen.

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